Ein Besuch in Launceston ::

Nach einer turbulenten Gründungsphase, die fast 20 Jahre dauerte und mehrere Umsiedlungen einschloss, wurde Launceston offiziell im Jahre 1824, am heutigen Standort, dem Zusammenfluss vom North-Esk, South-Esk und Tamar River gegründet. Das ’echte’ Launceston liegt in Cornwall, England. Dort wird der Name der Stadt wie Lawnstone ausgesprochen. Die Tasmanier nennen ihr Launceston liebevoll Launy.

1926 gründete sich ein Verein, der es sich zur Aufgabe machte, die Einwohnerzahl auf 50000 zu steigern. Während der etwa 30jährigen Vereinstätigkeit wurde der Tourismus gefördert, Gartenwettbewerbe ausgetragen, Ausstellungen inititiert und lokale Produkte gefördert. 1954 war es dann soweit. Der Verein hatte sein angestrebtes Ziel erreicht. Mittlerweile zählt Launcestons Bevölkerung inklusive umliegender Stadtteile etwa 106000 Einwohner.

Schon im Jahre 1838 wurde unter der Regie der Royal Horticultural Society ein Park entworfen, der an den Gouverneurs Palast angrenzte. Weitere sind im Laufe der Stadtentwicklung dazugekommen. Die vielen Parks und Grünflächen sind zu einem Wahrzeichen Launcestons geworden. Neben den vielen Grünanlagen fallen besonders die Kirchengebäude und etliche prunkvolle Stadtvillen auf.

Launceston steht in starkem Kontrast zu Hobart. Hin und wieder blitzen Rivalitäten der beiden Metropolen untereinander auf.

Um ernsthaft miteinander zu konkurrieren sind beide Städte jedoch zu verschieden. Hobart sieht sich gerne als moderne, pulsierende Hauptstadt, während Launceston vom alten Charme, und vom alten Kapital aus den Hochzeiten des Bergbaus und des landwirtschaftlichen Aufschwungs nach 1830 zehrt.

Mit der Gründung einer Universität 1991 auf dem ehemaligen Gelände der Inveresk Eisenbahngesellschaft (faktisch ein Ableger der Uni in Hobart), wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Strukturreform der Stadt Launceston begangen.

Zusammen mit dem Universitätscampus fand man genügend Raum die ehemaligen Instandsetzungshallen der Eisenbahngesellschaft in ein Museum umzuwandeln. Neben dem Queen Victoria Museum, welches nur einen Steinwurf vom Eisenbahmmuseum entfernt liegt, eine der sehenswerten Einrichtungen Launcestons.

Gastronomisch profitiert Launceston von den Weinbaugebieten entlang des Tamar Rivers. Wer die Strecke von Launceston nach Beauty Point entlang des Tamar Rivers wählt, fühlt sich unwillkürlich an die Weinbauregionen an der Mosel oder des Rheins erinnert. Noch deutlicher wird dieser Eindruck auf einer Flussfahrt mit einem der Ausflugsboote, die von Launceston aus operieren.

Für ein Mittagessen empfiehlt sich das Restaurant Stillwater, idyllisch am Ende der Cataract Gorge gelegen. Das ehemalige Mühlengebäude ist stilvoll renoviert.

Wer abends die Messlatte etwas höher legen will, sollte unbedingt das Restaurant Black Cow , dabei handelt es sich um den grossen Bruder des Stillwater Cafes aufsuchen.

Für etwa $60AUS bekommt man ein drei Wochen lang abgehangenes Porterhouse Steak vom Wagyu Rind aus der Hammond Farm Zucht im Nordwesten Tasmaniens. Wer es gerne ’blue’ (=blutig) verzehrt sollte sich bei der Bestellung auf die Frage des Bedienungspersonals gefasst machen, ob warm blue oder kalt blue (innerer Kern). Eine feine Auswahl regionaler Weine rundet den guten Gesamteindruck ab.

Die auf dem ersten Foto abgebildete Cataract George mit der historischen Hängebrücke sollte man auf jeden Fall besuchen. Etwa eine Stunde benötigt man für den Rundweg, der bei der Kings Bridge beginnt, bzw. endet. Wer es bequemer haben will, kann den Sessellift über die Schlucht benutzen.

Vor den Toren Launcestons findet man das Tamar River Naturschutzgebiet, Dabei handelt es sich um ein Feuchtgebiet welches vom Tamar River gespeist wird und interessante Tiere beherbergt. Vor allem Vogelliebhaber kommen auf ihre Kosten. Auf einem gut begehbaren Holzsteg gelangt man zu verschiedenen Aussichtspunkten mit Hinweistafeln.

Launceston verfügt über einen eigenen Flughafen, der von Quantas, Virgin und einigen regionalen Fluglinien angeflogen wird.





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